Juni 1946
Inder Gaststätte Traube“ findet eine erste Gründungs­versammlung für einen Sportverein statt. Es gab hei­ße Diskussionen, aber kein Ergebnis. Man vertagte sich auf einen späteren Zeitpunkt.
 
20. August 1946
Tatsächlicher Gründungstag des SKV, wiederum in der Gaststätte Traube‘. Die damaligen Gründungsmitglie­der waren: Otto Rosenberger, Helmut Jäckle, Eugen Krämer, Georg Murmann, Karl Wetzel, Karl Mayer, Hans Mayer, Friedrich Bothner, Alfred Heinze, Heinz Lehmann, Karl Rothenburger, Walter Krause, Karl Wezel sen., Eugen Bildmann, Hans Sarnow, Karl Bothner, Gerhard Ahner, Karl Umbach, Walter Bollwahn.
 
Die Geschichte der Namensgebung ist erwähnens­wert. Erligheim unterstand damals der Besatzungsmacht der Amerikaner. Diese wollten in Erligheim nur 1 Verein zulassen. Der schon damals bestehende ,,Liederkranz” bestand offiziell gar nicht, man sang heimlich. Um eventuellen Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen hat man dann eben in das „Sport“ noch die ,,Kultur“ mit aufgenommen. Die Amerikaner waren zufrieden, die Erligheimer auch. Wenn man im übrigen andere Vereine aus der gleichen Gründungszeit vergleicht, stellt man fest, dass auch dort das Wort ,,Kultur“ aus den gleichen Gründen mit in die Namensbezeichnung aufgenommen wurde.
 
September 1946
Der erste Sportplatz Erligheims wird gebaut, und zwar in der Löchgauer Straße. Erstellt haben ihn im übrigen die Amerikaner mit ihren großen Maschinen. Auch der Herstellungspreis ist bekannt: 2 ,,Eimer“ Wein (600 l).
 
Wer glaubte, dass Fußball sofort gespielt wurde, sieht sich getäuscht. Der allererste nach dem Krieg ausgeübte Sport war ,,Frauen-Handball“. 15 junge Damen schlossen sich zusammen und wollten ihrem Sport frönen, was sie dann auch taten. Leider blieb es nur eine Eintagsfliege. Nach der 1. Saison löste sich die Mannschaft wieder auf. Und nie wieder wurde in Erligheim Handball gespielt. Natürlich wurde auch schon 1946 über das Geld geredet. Nach langer Diskussion einigte man sich auf einen Jahresbeitrag von
4,- DM.

 

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