
Montag, 20. April 2026
Die diesjährige Jahreshauptversammlung des SKV Erligheim im Vereinsheim Kesselschenke versprach Spannendes und Routine zu gleichen Teilen. Der Begrüßung Mitglieder, insbesondere der Ehrenmitglieder, die in erfreulich hoher Zahl anwesend waren, und dem Gedenken der Vereinsmitglieder, welche im vorangegangenen Jahr von uns gegangen sind, folgten die ersten Ehrungen.
Da die Vereinszugehörigkeit ab Eintritt zählt, waren hier nicht nur viele Ehrungen zu absolvieren, sondern auch viele junge Menschen dabei, welche seit 10 Jahren dem SKV die Treue halten. Diese bekamen in diesem ersten Ehrungsblock von Vorstand Patrick Böder eine Urkunde überreicht - und verschwanden danach teilweise wieder in die angrenzende August-Holder-Halle, in der noch das Turntraining lief. Ein Zeichen, dass im Verein gut gearbeitet wird und jederzeit viel los ist. Denn nicht nur in der Halle wurde parallel Sport getrieben, auch auf dem Kunstrasen spielte zeitgleich die Ü32 der Abteilung Fußball gegen Poppenweiler. Siegreich, wie im späteren Verlauf der Sitzung verkündet werden konnte.
Zuerst war aber weder das Turnen noch der Fußball an der Reihe, sondern Vorstand Patrick Böder, der für den Hauptverein über die Projekte berichtete. Zusammenfassen lässt sich dies mit: Viel gemacht, trotzdem noch wenig Ergebnisse. So wurde das bereits lange diskutierte Projekt Flutlicht im letzten Jahr gemeinsam mit der Gemeinde Erligheim endlich auf den Weg gebracht. Der SKV steuert hier stolze 15.000 Euro bei, die zu gleichen Teilen vom Hauptverein und der Abteilung Fußball übernommen werden. Allein sehen konnten die Mitglieder das neue Flutlicht allerdings noch nicht, denn auf dem Kunstrasen beim Spiel der Ü32 brannten noch die alten Lampen, am Rasenplatz wurden die Masten noch nicht gestellt. Immerhin konnte verkündet werden, dass die beauftragte Firma in den nächsten Wochen mit den Arbeiten beginnt, zuerst am Kunstrasen, im Anschluss auf dem Rasenplatz.
Ein weiteres Großprojekt ist die Erneuerung der Schuppenanlage am Rasenspielfeld, welche doch deutlich in die Jahre gekommen, und in Teilen (Steingebäude) aufgrund Wassereintritt nicht mehr nutzbar ist. Auch hier hat sich zwar viel getan, vom Treffen mit dem Zimmermann über eine umfangreiche Konzepterstellung bis hin zur Kostenrecherche, zu sehen ist das alles aber noch bloß auf dem Papier. Auch hier gab es jedoch gute Nachrichten, die Bausubstanz ist (mit Ausnahme des Steingebäudes) grundsätzlich gut und kann bestenfalls in die Erneuerung einbezogen werden. Aufgrund dennoch nötiger Anpassungen (Essensverkauf bei Heimspielen, da dank Flutlicht wieder auf dem Rasen trainiert, und dieser folglich auch für Spiele genutzt werden kann) müssen die bisherigen Pläne jedoch nochmal nachgearbeitet werden.
Ein drittes Großprojekt ist das Kinderschutzsiegel, welches der SKV bekommen will. Hier sind die Arbeiten an einem Kinderschutzkonzept unter fachkundiger Begleitung aus den Sportverbänden erst vor kurzem gestartet. Dasselbe gilt für den Plan einheitlicher Trainings- und Wettkampfkleidung im Verein. Auf Initiative der Abteilung Fußball machen die Abteilungen hier künftig nicht mehr ihr eigenes Ding, sondern nutzen, soweit möglich, denselben Ausrüster.
Für die Abteilung Fußball berichtete dann Andreas Schwarz (stellvertretend für den neuen Abteilungsleiter Harald Popowicz, welcher keine 50 Meter entfernt das erste Spiel der neuen Ü32-Saison spielte) von Erfolgen und Misserfolgen. Während bei der Aktiven Mannschaft aktuell weder Tabellenplatz noch Trainingsbeteiligung zufriedenstellend sind, konnte die Ü32 ihre erste Wettkampfsaison mit einem guten Mittelfeldplatz abschließen. Noch besser lief es bei der B-Jugend, die sogar die Meisterschaft gewann.
Ein weiteres waren natürlich die neue Abteilungsleitung, aus der Mischa Braun nach fünf arbeitsamen Jahren ausschied, und deren anstehenden Projekte. Und weil bei der Abteilung Fußball nicht nur gekickt, sondern auch gefeiert wird, der Rückblick auf viele erfolgreiche Feste, wie den 50. Kinderfasching, und der Ausblick auf kommende Veranstaltungen, wie das Trainingscamp des VfB Stuttgart, das Trainingscamp von Real Madrid (mehr Infos siehe Veranstaltungen auf der Website) oder auch das Sportfest, dass erstmals auch mit Beiträgen der Abteilung Jedermannturnen stattfindet.
Denn auch dort weiß man, wie man feiert. Vor allem im vergangenen Jahr, als die Abteilung ihr 50-jähriges Jubiläum zelebrierte. Corinna Stengel als Abteilungsleiterin blickte nochmals auf das ereignisreiche Jahr mit vielen Veranstaltungen von Jubiläumsgala über Indoor-Spielplatz bis zu Ausfahrten zurück. Doch nur weil dieses Jahr vorbei ist, sind es die Jubiläumsaktionen der Jedermannturnerinnen und -turner nicht. Der im Rahmen der Feiern eröffnete Heinz-Stengel-Pfad, benannt nach einem Abteilungsgründer, wird auch in Zukunft bleiben. Auf dauerhaft installierten Tafeln führt er in zwei Varianten durch die Gemeinde und animiert zu sportlichen Mitmachübungen.
Sportlich war das Jahr auch in anderer Hinsicht, denn es konnten viele Erfolge gefeiert werden, zu viele, um sie im Bericht nochmals einzeln aufzuzählen. Auf der Versammlung nahm man sich diese Zeit natürlich, und würdigte die Leistungen unter dem Applaus der anwesenden Mitglieder. Hier seien nun nochmals herausgehoben, Finn Exner, der als erster SKVler in der Bezirksliga turnt (Turngemeinschaft mit Murr, Marbach, Erdmannhausen und Pleidelsheim), Mona Kopf und Ida Kühnle als Gaumeisterinnen im Mehrkampf (wobei Ida Kühnle auch anschließend im Landesfinale startete und einen guten 36. Platz für ganz Württemberg belegte!), die Gau-Vizemeisterschaft der Mannschaft in der Kür (Turngemeinschaft mit Münchingen) und die wiederholten Besuche im Seniorenheim mit jungen Turnkids. Letzteres zwar kein sportlicher Erfolg, aber einer für die Gemeinschaft in Erligheim!
Auch das Boule, angegliedert an die Abteilung Fußball ist im Seniorenheim ein gern gesehener Gast, wie Martin Pfrommer zu berichten wusste. Bei seinen häufigen Besuchen sind die Kurse und Veranstaltungen immer voll belegt. Und weil Boule, wie auch das Turnen, nicht nur die älteren, sondern auch die jungen Menschen erreicht, gilt dasselbe auch für die Schul-AG, welcher er aktuell noch anbietet.
Gleichzeitig zeigte er aber auch auf, dass nicht alles so rosig läuft, wie gewünscht und bis hierhin meist berichtet. So hakt es beim dringend notwendigen zweiten Bouleplatz (der vorhandene ist bereits jetzt über seiner Kapazitätsgrenze) weiterhin an Bauantrag und -genehmigung. Eine Beleuchtung wurde zwar installiert, jedoch an die Straßenbeleuchtung angeschlossen, sodass sie erst mit dieser angeht, und somit mitunter zu spät für den gedachten Zweck. Er bat die Gemeinde hier dringend um Nachbesserung.
Nach dem sportlichen sollten auch die Zahlen nicht zu kurz kommen. Finanzvorständin Helen Bauer wusste diese zu berichten. Sowohl in der Kasse als bei den Mitgliedern gab es ein Minus, jedoch nur ein leichtes, sodass der SKV in beiden Bereichen noch immer überdurchschnittlich gut dasteht. In Anbetracht der Umsetzung der Großprojekte Flutlicht und Schuppen dürfte die Kasse jedoch bald genug beansprucht werden. Was die Mitgliederanzahl angeht, konnte sich der Vorstand einen Seitenhieb an die Gemeinde nicht verkneifen, sei man natürlich auch an die Kapazitätsgrenzen der Halle gebunden. Weitere oder größere Angebote seien aufgrund der zu kleinen Halle immer schwerer möglich.
Und auch im Vereinsheim, wusste Luca Braun zu berichten, war viel los. Verschiedene Veranstaltungen und die laufende Bewirtung, insbesondere zu Fußballspielen zum gemeinsamen Public Viewing, einerseits, Renovierungen und Reparaturen andererseits. Auch in diesem Sommer wird natürlich trotz ungünstiger Zeiten wieder ein Public Viewing zur WM angeboten.
Nach all den Berichten kamen die ersten Formalitäten auf die Tagesordnung: Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Im Anschluss folgte der zweite Ehrungsblock, nun für 20-jährige, 30-jährige, 40-jährige, 50-jährige und 60-jährige (!) Mitgliedschaft. Letztere konnten mit Manfred Binder, Siegfried Düsterbeck, Manfred Stahl und Horst Umbach gleich vier Personen feiern!
Es folgte eine Satzungsänderung, welche einstimmig beschlossen wurde. So wurde zur Entlastung des Finanzvorstands ein weiterer Posten für die Mitgliederverwaltung in die Vorstandschaft aufgenommen, außerdem wurde die Wahlperiode auf zwei Jahre angepasst. Damit sollte vor allem dem neuen Wahlsystem Rechnung getragen werden, welches eine Wahl der Vorstandsposten im Wechsel vorsieht. So soll künftig anders als bisher nicht mehr alle Vorstandsmitglieder auf einmal gewählt werden, sondern jedes Jahr nur die Hälfte des Vorstands, und dann jeweils für zwei Jahre. Durch diese Überlappung der Perioden kann vermieden werden, dass Wissen verloren geht, da nicht alle Vorstandsmitglieder auf einmal aufhören.
Gewählt wurde dann natürlich auch, um die gewünschten Wechsel zu starten wie folgt: Hauptvorstände bleiben Patrick Böder (zunächst 2 Jahre) und Luca Braun (zunächst 1 Jahr). Finanzvorstand bleibt Helen Bauer (zunächst 1 Jahr), Vorstand Schrift und Presse Leon Martin (zunächst 2 Jahre). Den neu eingeführten Posten des Vorstands Mitgliederverwaltung übernimmt Olaf Olhafer zunächst für ein Jahr. Beisitzer sind Lena Böder und Matthias Umbach (jeweils zunächst zwei Jahre), sowie Tobias Stephan und Phillip Halbgebauer (jeweils zunächst ein Jahr). Matthias Umbach und Phillip Halbgebauer übernehmen für die ausscheidenden Josua Kunze und Jascha Haiber, denen für Ihre Arbeit gedankt sei.
Den vorletzten Punkt bildete ein Antrag des Vorstands auf Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, welche um jeweils 10 Euro, bzw. 15 Euro bei Familienmitgliedschaften, angehoben werden sollen. Die Notwendigkeit wurde vor allem aufgrund der hohen anstehenden Investitionen gesehen, ebenso wie in den steigenden Kosten allgemein. Ein leidiges Thema, das jeder aus dem Privaten kennt, und von dem auch der Verein nicht verschont bleibt.
Die Mitglieder zeigten sich hier auch verständig und nahmen die Erhöhung unter Vorbehalt an. Der Vorbehalt besteht aufgrund Formalien, zu denen einige Fragen aufkamen. Der Vorstand prüft diese nun nochmals und setzt im Anschluss entweder die Erhöhung um, oder arbeitet die Formalien für eine erneute Abstimmung im nächsten Jahr nach.
Die Aussprache blieb hingegen ohne Diskussionen und Fragen, sodass Vorstand Patrick Böder gegen halb zehn in den geselligen Teil des Abends überleiten konnte. Bei Getränken und leckerem Essen (vielen Dank an das Team des Vereinsheims, insbesondere an Luca und Wolfgang Braun) saß noch so mancher lange bei anregenden Gesprächen am Tisch. Viel los eben beim SKV Erligheim, wenngleich auch viel Routine.
Die Bilder zu den Ehrungen (20 -60 Jahre) können gerne bei presse@skv-erligheim.de angefordert werden.




































